Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Ein wichtiges Schutzziel der Informationssicherheit ist die Vertraulichkeit von übertragenen oder gespeicherten Informationen.
In einer vernetzten Welt ist es unerlässlich, dass vertrauliche Informationen nur vom Empfänger und vom Absender gelesen werden können. In den untenstehenden Abschnitten erfahren Sie, wie genau das funktionieren kann und worauf sie achten müssen.
Warum?
Nachrichten und eMails, die Sie senden und empfangen, werden auf einer ganzen Reihe von Servern zwischengespeichert. So kann z.B. eine Messenger-App Nachrichten auch noch zustellen, wenn Sie eine Zeit lang "offline" waren.
Die Administration dieser Server hat Zugriff auf die dort gespeicherten Daten, so auch ihre Nachrichten.
Wie?
Ohne zu tief ins Detail gehen zu wollen, sei gesagt, dass Empfänger- und Sendergerät mit Hilfe bestimmter mathematischer Eigenschaften einen Schlüssel aushandeln können. Dies funktioniert auch ohne, dass diese Geräte sich je an einem Ort befanden. Es ist kein externer Schlüsselaustausch notwendig.
Dieser Schlüsselaustausch wird übrigens regelmäßig abgeändert wiederholt, um zu verhindern, dass ein Angreifer bei Aufdecken des Schlüssels weit "in die Vergangenheit" schauen kann. Diese Eigenschaft nennt man "Forward Secrecy".
Worauf muss ich achten?
Auch, wenn die E2EE ("End-to-End-Encryption") heutzutage zum Standard in vielen Messengern gehört, ist sie nicht überall standardmäßig aktiviert.
So gibt es nach wie vor Apps, die sich als "sicher" bewerben, bei denen die E2EE jedoch extra durch den Nutzer aktiviert werden muss.
